The question about web 2.0 being common among students is of course of interest. With this question Martin Ebner and Walther Nagler deal in:
Ebner, M. & Nagler, W. (2010). Has Web2.0 Reached the Educated Top?. InProceedings of World Conference on Educational Multimedia, Hypermedia and Telecommunications 2010 (pp. 4001-4010). Chesapeake, VA: AACE.
http://www.scribd.com/doc/33740478/Has-Web-2-0-Reached-the-Educated-Top
Das ist eine Tatsache. Die Office-Welt ist sehr mächtig und es ist nicht Usus für das Kollektiv zu schreiben. Daher besteht eine gewisse Nachfrage nach Konvertierung von Office-Dokumenten in Wiki-Markup. Da werde ich mich die Tage auch noch dran versuchen (s.a.: http://openwetware.org/wiki/Converting_documents_to_mediawiki_markup).
Betty Collis, Jef Moonen, Web 2.0 tools and processes in higher education: quality perspectives. In: Educational Media International, Vol. 45, No. 2, June 2008, 93 – 106
Changes coming from Web 2.0 have impact on learning. Stated are uses of web 2.0 technologies in edcuation. Furthermore students make use of web 2.0 technologies outside the educational institutions. On the other hand web technologies do not foster pedagogical change, neither now nor in the past.
The article wants to “reflect on the likelihood of Web 2.0 tools and processes leading to pedagogical innovoation in practice in higher education” (p. 96).
The reflection is made under the focus of quality perspectives: instructional, institutional and technology quality.
Instructional quality is analysed from the perspective of two teaching metaphors: the acquisition and the participatory approach.
The participatory approach has a further going branch of students designing course materials themselves. However, this is not without barriers because of student expectations and lacking pedagogical models.
Institutional quality deals with assessment as this is vital for a degree-granting organization. But quality also involves certain goals higher-ed should achieve: these are for instance competences required in modern workplaces: flexibility, creativity, expression of ideas, technical skills. These competences are seen as the same used with web 2.0 tools.
Further issues are value of student / user-generated content and intellectual property.
The technological quality is concerned with the vle barrier: the question of integration into existing IT-systems of newly emerging web 2.0-tools.
Adoption of web 2.0-tools in teaching are dependant on support for instructors and institutional procedures.
For the pedagogical models part there is mentioned the following site: http://www.learningdesigns.uow.edu.au/index.html
Heute habe ich mich ein wenig mit dem Thema Books beschäftigt, Wiki Books bzw. die Möglichkeit aus einem Wiki ein Buch zu generieren. Hierarchische Struktur und Linearität, Domänen des Buches, sind ja in einem Wiki nicht automatisch angelegt, jedoch in der Wissensproduktion erwünscht. Beides schließt sich nicht aus.
Im Schnelldurchlauf habe ich gestern die Untersuchung Higher Education in a Web 2.0 World gelesen. Es wird darin vor allem darauf Bezug genommen, dass das Gros der Studierenden Web 2.0 sehr stark privat nutzt, z. B. über soziale Netzwerke. Studierende, die an die Universität kommen (bezogen auf die UK), haben keine speziellen Erwartungen bezogen auf die Nutzung von IT an der Universität. Es ist vielmehr so, dass von Präsenzlehre mit begleitenden Online-Materialien ausgegangen wird und die schulische Vorerfahrung prägend ist. Es werden keine pädagogischen Innovationen gefordert, sondern sich gewissermaßen mit der Informationsvermittlung zufrieden gegeben. Konzepte für die Nutzung von Web 2.0-Technologien aus dem privaten Bereich hin zu einer eher formelleren Nutzung sind nicht greifbar.
Ein weiteres Thema ist der digitial divide, der auf verschiedenen Ebenen, sowohl unter Studierenden als auch unter Lehrenden besteht. Dieser ist natürlich einer Anwendung von Web 2.0-Technologien hinderlich.
Festgehalten wird, dass zur Zeit der Einsatz von Web 2.0 bottom up erfolgt, es keine allgemeine Implementierungslösung gibt.
Warum ist die Anwendung von Web 2.0 überhaupt wünschenswert? Das Hauptargument scheint mir zu sein, dass die für die Nutzung von Web 2-0 Anwendungen erforderlichen Kompetenzen (im Englischen skills) sich mit den Kompetenzen decken, die im 21. Jahrhundert als notwendig für die Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit gelten. Dazu gehören: Motivation, Temarbeit, Problemlösen, kritisches Denken.
Weitere Argumente sind, dass damit einer heterogenen Lernergruppe Rechnung getragen werden sowie eine reichhaltigere Lernerfahrung ermöglicht werden kann. Zu letzterem trägt bei, dass Web 2.0 Technologien zu einer konstruktivistischen Didaktik passen.
Soviel erst einmal zu dem, was ich an wichtigen Aussagen aus dem Report herausgezogen habe.
Das Fachforum, das ich gestern besuchte, beschäftigte sich mit dem Einsatz von Wikis in der Hochschullehre.
Sehr deutlich wurde, durch die Vorträge, dass Wikis ohne didaktische Initiierung bestimmter Prozesse nicht laufen. Das Modell Wikipedia ist nicht ohne weiteres auf die Lehre übertragbar, dem stehen strukturelle Merkmale entgegen, die bei Wikipedia anders gelagert sind.
Diskutiert wurde, ob die Didaktisierung des Wikieinsatzes der Ursprungsidee des Wiki, die sehr stark selbstorganisationale bzw. kooperative Elemente enthält, nicht zuwiderläuft bzw. Selbststeuerung verhindert. Arbeitsschritte werden verbindlich gemacht bzw. vorgegeben und so entfällt die Freiwilligkeit. Weitergehend ist damit die Frage verbunden, ob ein solches Tool wie ein Wiki auch einer anderen Lernkultur bedarf, die eben mehr auf Selbststeuerung setzt im Sinne von sich selbst Wissen erarbeiten.
Spannend fand ich auch den Punkt der Dauer eines Wikis. Ist dieses auf die Dauer einer Lehrveranstaltung begrenzt oder wird dasselbe Wiki immer wieder verwendet? Bei letzterem ist das Wiki irgendwann voll und es bestehen keine Anreize mehr dort hinein zu schreiben.
Ein weiterer Punkt ist die Abgrenzung zu anderen Medientypen wie Forum oder Lernplattform oder Blog. Wann setze ich was ein?
Nicht zuletzt die Frage der Qualität, wer kontrolliert diese? Dient das Wiki nur der Dokumentation von Arbeittsschritten ohne Anspruch auf enzyklopädische Gültigkeit oder als Fachreferenz?
Mit letzterem ist wiederum ein erhöhter Aufwand verbunden.
Aber die Nutzung des Tools Wikis zeigt, dass dieses nicht einfach nach einem einzigen Muster eingesetzt wird, die Nutzungsformen sind vielfältig, von Projektdokumentation, Glossar, Lernplattform, Webseite, FAQ… Die Liste ließe sich fortsetzen
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz eines Wiki beim Schreiben meiner Masterarbeit gemacht. Materialien, Konzepte ließen sich dort sehr gut unterbringen und immer wieder einfach umstellen, und die Volltextsuche ist dabei ebenfalls sehr nützlich.
Zu diesem Thema gab es gestern an der RUB einen Vortrag, und zwar beim Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der RUB und dem Institut für Unternehmensführung. Der Titel des Vortrags von Dr. Frank Schönefeld und Frau Simone Happ von der T-Systems Multimedia Solutions GmbH lautete: “Soziale Software im Informations- und Kommunikationsmanagement – Stolpersteine für ein Unternehmen 2.0″.
Sie stellten heraus, dass durch Web 2.0 Unternehmen einen Shift of Control erleben, die Unternehmensgrenzen verschwimmen, Produkt-, Kommunikations- oder auch Preishoheit können verloren gehen. Genannt wurde hier das Beispiel Kryptonite. Für Unternehmen kann dies sowohl Chance als auch Risiko bedeuten: Verlust der Preishoheit kann zu mehr Preistransparenz führen.
Für den Einsatz von Social Software in Unternehmen wurde der Begriff von Andrew McAfee des Enterprise 2.0 herangezogen. Darunter wird der Einsatz sich selbst entwickelnder Social Software Plattformen innerhalb von Unternehmen und zwischen Unternehmen und ihren Partnern verstanden.
Die Vortragenden favorisierten Web 2.0 im Unternehmen insbesondere als Erweiterung traditioneller Unternehmenskommunikation in Form von Meetings und E-Mails. Dadurch ergeben sich Effizienzgewinne (Reduktion des E-Mail-Verkehrs) und die Nachhaltigkeit unstrukturierter Kommunikation wird gefördert. Auch Prozesse können dynamisch abgebildet (Einsatz von Wikis) und Informationen besser aktuell gehalten werden. Als Hindernisse für den Einsatz von Web 2.0 wurde zum Beispiel die gewohnheitsbedingte Vorliebe für bestimmte Software genannt: Word statt Wiki. Durch Social Software entsteht außerdem ein erhöhtes Informationsaufkommen, das ebenfalls bewältigt werden muss. Probleme rechtlicher Natur ergeben sich, in Bezug auf Urheberrecht oder Datenschutz.
Die sehr weit gehende Schlussfolgerung, dass Web 2.0 im Unternehmen auch zu einem Hierarchieabbauch führen würde, wurde vom Publikum eher skeptisch gesehen.