Selbststeuerung revisited

Im Kontext von Lernen mit digitalen Medien ist Selbststeuerung bzw. selbstgesteuertes Lernen relevant. Man könnte es auch einfach nur Lernen nennen. Häufig wird damit die Abwesenheit einer Lehrperson gemeint, zumeist ein Lernen, das vollständig in Eigenregie stattfindet, isoliert, ohne ein Gegenüber. Ich bringe mir mal etwas bei. Würde dies reibungslos funktionieren, gäbe es schon lange keine Bildungsinstitutionen mehr. Das Vorhandensein digitaler Medien verstärkt dieses Bild, autonomes, selbstgesteuertes Lernen auf Basis von Software oder Lernprogrammen. Es soll nicht heißen, dass es überhaupt nicht funktionieren kann, aber es funktioniert sicherlich schlechter. Damit es funktioniert, müssen einige Faktoren zusammenspielen, die man sich aus den Elementen des selbstgesteuerten Lernens herleiten kann, wie Motivation, Kognition und Selbstregulation. In der Regel läuft Selbststeuerung nie ohne Fremdsteuerung ab, d.h. Rahmenbedingungen, die Selbststeuerung begünstigen, berücksichtigen oder dies eben auch nicht tun, sind in der Regel immer vorhanden. Diese Rahmenbedingungen liefert der soziale Kontext, die Lehrperson, der Lernort, die Lernzeit, die Ko-Lernenden und wirken sich auf Motivation, Kognition und Selbstregulation aus.

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