{"id":1412,"date":"2016-11-12T21:15:10","date_gmt":"2016-11-12T20:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/?p=1412"},"modified":"2016-11-12T21:15:10","modified_gmt":"2016-11-12T20:15:10","slug":"der-digitale-geist-in-der-flasche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/?p=1412","title":{"rendered":"Der digitale Geist in der Flasche"},"content":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren ist es g\u00c3\u00a4ngige Praxis an Hochschulen digitale Lehr- und Lernmaterialien \u00c3\u00bcber so genannte Lernmanagement-Systeme, die in Kursen organisiert sind, den Studierenden zur Verf\u00c3\u00bcgung zu stellen. Neben der M\u00c3\u00b6glichkeit auf Materialien zuzugreifen bieten die LMS viele andere Funktionen um den digitalen Lehralltag zu unterst\u00c3\u00bctzen, dazu geh\u00c3\u00b6ren Tests, kollaborative und kommunikative Werkzeuge, wie zum Beispiel Foren oder Wikis und mehr.<\/p>\n<p>Das Digitale ist im Hochschultag nicht mehr wegzudenken, man muss kein Expertin sein, um zu sehen, dass fast nichts mehr der Digitalisierung entkommt. Digitale Inhalte, Kommunikation und Kooperation ersetzen nicht das direkte Gespr\u00c3\u00a4ch, sind aber in Punkto Schnelligkeit des Zugriffs und der Verbreitung un\u00c3\u00bcbertroffen. Das bedeutet zwar nicht, dass zwangsl\u00c3\u00a4ufig qualitative Verbesserungen im Lehren und Lernen eintreten. Aber gerade Hochschulen bzw. Bildungseinrichtungen im Allgemeinen sind darauf angewiesen einfachen Zugriff auf Lehrmaterialien zu haben und ben\u00c3\u00b6tigen eine gewisse Lehrinfrastruktur. <\/p>\n<p>Texte und Literatur liefern die Bibliotheken oder wurden pr\u00c3\u00a4-digital als Kopiervorlagen ebenfalls in den Bibliotheken bereitgestellt.<br \/>\nDie Textausgabe, mit der studiert wurde, wurde als Privatkopie angefertigt. Die Verg\u00c3\u00bctung f\u00c3\u00bcr die Vervielf\u00c3\u00a4ltigung wird pauschal als Ger\u00c3\u00a4teabgabe gezahlt.<br \/>\nDie Alternative zum Anbieten von Kopiervorlagen an Hochschulen w\u00c3\u00a4re dagegen die Angabe einer Literaturliste mit der Aufforderung sich die betreffenden Werke zu kaufen. Bei der Menge an zu studierender Literatur und zu studierender Texte m\u00c3\u00bcsste jede\/r Studierende eine nicht unerhebliche Menge Geldes investieren um sich die Fachliteratur zu kaufen. Dies wird und wurde aber in der Regel nur bei wenigen Werken getan.<\/p>\n<p>Nicht anders l\u00c3\u00a4uft es im digitalen Zeitalter: Auch hier werden die Werke \u00c3\u00bcberwiegend nicht gekauft, sondern die digitalen Kopien genutzt. Daf\u00c3\u00bcr war es bisher Usus, dass eine Pauschalverg\u00c3\u00bctung gezahlt wurde, analog der Verg\u00c3\u00bctungsregelung f\u00c3\u00bcr die private Analogkopie. Nun soll dies nicht mehr ausreichen.<\/p>\n<p>Ein b\u00c3\u00bcrokratischer Einzelerfassungsakt soll die Bereitstellung eines digitalen Dokuments begleiten. Einer universit\u00c3\u00a4tsexternen Stelle werden Seiten- und Teilnehmerzahlen gemeldet oder m\u00c3\u00bcssten gemeldet werden.  Kleine Veranstaltungen mit viel Literatur k\u00c3\u00b6nnen mit der Einzelerfassung und -abrechnung teuer werden, genauso wie gro\u00c3\u0178e Veranstaltungen mit wenig Literatur. Geld wird bezahlt f\u00c3\u00bcr etwas, das gar nicht bezahlt werden m\u00c3\u00bcsste. Ein Verfahren, das nicht einmal hieb- und stichfest kontrolliert werden kann, ob es befolgt wird. Da erscheint es auch billiger mit der Kopiervorlage im analogen Semesterapparat zu arbeiten.<\/p>\n<p>Doch der digitale Geist ist damit nur scheinbar in der Flasche: Eine analoge Kopiervorlage wird sehr schnell zur digitalen werden und kaum kontrollierbar in den Dropboxen verteilt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren ist es g\u00c3\u00a4ngige Praxis an Hochschulen digitale Lehr- und Lernmaterialien \u00c3\u00bcber so genannte Lernmanagement-Systeme, die in Kursen organisiert sind, den Studierenden zur&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/?p=1412\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Der digitale Geist in der Flasche<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[275],"tags":[213,212,350],"class_list":["post-1412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-urheberrecht-2","tag-52a","tag-urheberrecht","tag-vg-wort","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1412"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1415,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412\/revisions\/1415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}