{"id":359,"date":"2011-04-04T09:47:52","date_gmt":"2011-04-04T08:47:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/?p=359"},"modified":"2011-04-04T09:47:52","modified_gmt":"2011-04-04T08:47:52","slug":"workshop-wiki-hypertexte-in-lehr-lernkontexten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.k-braungardt.de\/blogkb\/?p=359","title":{"rendered":"Workshop &#8222;Wiki-Hypertexte in Lehr-\/Lernkontexten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>1. und 2.4 war ich zum <a href=\"http:\/\/www.studiger.tu-dortmund.de\/index.php?title=Workshop_%22Wiki-Hypertexte_in_Lehr-\/Lernkontexten%22\">Wiki-Workshop<\/a> in Dortmund. Nur Wikis? Ja, nur Wikis waren das Thema. <\/p>\n<p>Zu Beginn stellte C. Bremer aus Frankfurt Wiki-Projekte in der Hochschullehre vor. Ihrer Meinung nach haben Wiki-Projekte, die Studierende selbst initiieren, den l\u00c3\u00a4ngsten Atem. Das sind dann aber eher solche Projekte, die nicht in erster Linie entlang einer Lehrveranstaltung laufen, sondern einen umfassenderen Anspruch haben. Eingesetzt werden hier Wikis auf der Basis von Mediawiki. <\/p>\n<p>Insgesamt wurden sehr unterschiedliche Arten der Nutzung von Wikis pr\u00c3\u00a4sentiert. Dabei gab es auch verschiedene Akzentsetzungen, zum einen produktorientiert, zum anderen prozessorientiert. Zu den produktorientierten Varianten z\u00c3\u00a4hlten zum Beispiel die Dokumentation von <a href=\"http:\/\/imb.donau-uni.ac.at\/etutorials\">Screencast-Tutorials an der Donau-Universit\u00c3\u00a4t Krems<\/a>, die auch \u00c3\u00b6ffentlich einsehbar sind. Aber auch der <a href=\"http:\/\/www.medienspielwiese.de\/wiki\/index.php\/Startseite\">Wiki-Einsatz in einem Journalistik-Seminar<\/a> geh\u00c3\u00b6rt dazu, an dessen die Wiki-Beitr\u00c3\u00a4ge in einem Buch ver\u00c3\u00b6ffentlicht worden sind oder die Erstellung eines virtuellen Reisef\u00c3\u00bchrers an der Uni Greifswald im Rahmen von Schriftkompetenz-Ausbildung. Die Aussicht, an einem Produkt mitzuwirken, das am Ende auch noch \u00c3\u00b6ffentlich ist, bietet eine besondere Form des Anreizes und kann Studierende motivieren, sich an einem Wiki-Projekt zu beteiligen.<\/p>\n<p>Ein &#8222;Prozess-Wiki&#8220; hingegen stellte das <a href=\"http:\/\/wikis.zum.de\/geowiki\/index.php\/Hauptseite\">Geometrie-Wiki<\/a> vorgestellt von C. Spannagel aus Heidelberg dar. Prozess deshalb, weil es die Intention war, Studierende mathematische Probleme diskutieren zu lassen, z.B.<a href=\"http:\/\/wikis.zum.de\/geowiki\/index.php\/Beweise_von_Studenten\"> Beweise von Studenten<\/a>, d.h. dies soll die intensivere Durchdringung des Stoffes f\u00c3\u00b6rdern und zwar so, dass nicht nur f\u00c3\u00bcr die Klausur auswendig gelernt wird. Die Beteiligung war f\u00c3\u00bcr die Veranstalter ausreichend, doch h\u00c3\u00a4tte diese, wie ebenfalls an anderen Stellen angemerkt wurde, durchaus noch h\u00c3\u00b6her sein k\u00c3\u00b6nnen. Bezogen auf den Punkt Beteiligung war jedoch auch der Standpunkt vertreten, dass es nichts ausmache, wenn nur wenige schreiben und die \u00c3\u00bcberwiegende Zahl der Nutzer in der Rezipientenrolle bleibt. Auch f\u00c3\u00bcr diese Form der Nutzung wurde ein Gewinn gesehen, indem solche Prozesse sichtbar gemacht werden. Als nicht zu untersch\u00c3\u00a4tzendes Hindernis wurde die Scheu, Fehler zu machen, gesehen. W\u00c3\u00a4hrend die bewerteten Leistungen im Studium fehlerfrei sein sollen, wird der in der Lernphase notwendige Perspektivenwechsel h\u00c3\u00a4ufig nicht gemacht, zumindest nicht im Wiki.<\/p>\n<p>An einer solchen Stelle st\u00c3\u00b6\u00c3\u0178t man auf Ziele, die mit Wikis erreicht werden wollen, die wiederum bestimmte Kompetenzen erfordern. M. Bei\u00c3\u0178wenger f\u00c3\u00bchrte Medienkompetenzen, sprachliche Variationskompetenz, Schreibkompetenzen, soziale Kompetenzen und Text- bzw. Diskurskompetenzen an. Dabei handelt es sich durchaus um wiki-unabh\u00c3\u00a4ngige philologische Basiskompetenzen. Ob vorhanden oder nicht oder nur zum Teil vorhanden, zumindest werden die Kompetenzen nicht in ausreichendem Ma\u00c3\u0178e aktiviert. Dies f\u00c3\u00bchrt dann dazu, dass der diskursive, prozessuale Charakter von Wikis nicht zum Zuge kommt und diese im schlechtesten Falle als blo\u00c3\u0178e CMS fungieren. H\u00c3\u00a4ufig wird ja bem\u00c3\u00a4ngelt, dass nicht diskutiert wird, die Texte in Word vorgeschrieben werden, Texte nicht kooperativ geschrieben werden, zum Beispiel am Ende nicht aus einem Gu\u00c3\u0178 sind, wenig in die Texte der anderen eingegriffen wird, insgesamt zu wenig Aushandlungen stattfinden. Das Thema kooperatives Schreiben gab Anlass zu einigen Diskussionen, da es h\u00c3\u00a4ufig nicht so wie gew\u00c3\u00bcnscht stattfindet. Illustriert wurde dies auch in einem anderen Vortrag mit der Aufteilung in Mozart- und Beethoventypen, d.h. diejenigen die Gedanken beim Schreiben entwickeln (Beethoven-Typ) und diejenigen, die einen vollst\u00c3\u00a4ndigen Gedanken in einem Flu\u00c3\u0178 aus dem Kopf (Mozart-Typ) niederschreiben.<\/p>\n<p>Als eine L\u00c3\u00b6sung wurde eine explizite Angabe von Meilensteinen gesehen bzw. auch eine Einteilung in Schreibphasen oder einen so genannten kooperativen Dreischritt, mit dem auf Forschungserkenntnisse zum kooperativen Lernen zur\u00c3\u00bcckgegriffen wird. Des Weiteren wurde in einem Wiki-Projekt f\u00c3\u00bcr einzelne Bearbeitungsphasen ein synchrones Tool als sinnvoller angesehen. <\/p>\n<p>Ein spannender Themenkreis ist dar\u00c3\u00bcber hinaus der Einsatz von Wikis in der Schule gewesen. Hierzu wurde das <a href=\"http:\/\/wiki.zum.de\/Hauptseite\">ZUM-Wiki<\/a> vorgestellt, in dem nun auch das <a href=\"http:\/\/wiki.zum.de\/Netzwerk_%22Wikis_in_Schule_und_Hochschule%22\">Netzwerk &#8222;Wikis in Schule und Hochschule&#8220; <\/a> lokalisiert ist. Mit Hilfe der Nutzung von iPads bringt die Kaiserin-Augusta-Schule in K\u00c3\u00b6ln Web 2.0-Methoden in die Schule, indem an den iPads im Unterricht an Wikis gearbeitet wird. N. Anskeit hat untersucht, inwieweit ein Wiki in der Grundschule Schreibprozesse unterst\u00c3\u00bctzen kann. Zu diesem Zweck bekamen die Sch\u00c3\u00bcler einen Zimmer-Baukasten und mussten dann das Zimmer im Wiki so beschreiben, dass es Sch\u00c3\u00bcler an einer anderen Schule nachbauen konnten.<br \/>\nIn diesen Zusammenhang passte auch das Aufgreifen von Medienkompetenzvermittlung in der Lehramtsausbildung von L. Sch\u00c3\u00bcler. Ein wichtiger Punkt, Lehrenden den Einsatz von Web2.0-Werkzeugen nahezulegen. Den Ansatz Ausprobieren &#8211; Reflektieren &#8211; die Perspektive wechseln l\u00c3\u00a4sst sich da als gutes Grundger\u00c3\u00bcst verwenden.<\/p>\n<p>Nat\u00c3\u00bcrlich h\u00c3\u00b6rt ein Wiki nicht an seinen Grenzen auf, vielfach wurden die Mediawiki-Erweiterungen angesprochen. Eine weitgehende Erweiterung wurde von M. Hielscher mit der Plattform <a href=\"http:\/\/www.learningapps.org\/\">www.learningapps.org<\/a> vorgestellt: Interaktive Lernanwendungen, die \u00c3\u00a0 la YouTube in jede Umgebung, eben auch Wikis, eingebettet werden k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n<p>Eine &#8222;Aufl\u00c3\u00b6sung&#8220; des Wikis wurde von Mitarbeitern des Instituts f\u00c3\u00bcr Kulturanthropologie und Europ\u00c3\u00a4ische Ethnologie pr\u00c3\u00a4sentiert. Das urspr\u00c3\u00bcngliche KA-Wiki wurde in ein umfassenderes Studierendenportal <a href=\"http:\/\/ka-portal.studiumdigitale.uni-frankfurt.de\/\">LuKe <\/a>eingebettet. Aus dieser Umgebung heraus sind Wikis auf der Basis der Software TWiki nutzbar. Ein Vorteil dieser Wiki-Software ist die M\u00c3\u00b6glichkeit mehrere, voneinander unabh\u00c3\u00a4ngige Wikis in einem System einzurichten.<\/p>\n<p>Das waren f\u00c3\u00bcr mich die wichtigsten Punkte aus dem Wiki-Workshop.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. und 2.4 war ich zum Wiki-Workshop in Dortmund. Nur Wikis? Ja, nur Wikis waren das Thema. Zu Beginn stellte C. 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