Reduktion

Ich bin unschlüssig darüber, wie weit das Thema geht.
Einmal multimedialer, interaktiver High End Content. Was heißt das? Ansprechend, interaktiv, übersichtlich, gut visualisiert. Es gibt ja auch gute Lehrbücher. Gut, die Kosten dafür sind hoch. Warum dies umsetzen, wenn es auch anders geht, zumal es gar nicht erwiesen ist, dass es so besser geht. Da greifen die Fallen des Lehr-/Lernprozesses: Selbst der beste Lehrer kann den Lernerfolg nicht garantieren.
Auf der anderen Seite lässt sich damit der Mehrwert des Mediums gut demonstrieren bzw. einsichtig machen.

Aber diese Art der Mediennutzung, die anvisiert wird ist nicht kommunikativ. Dies ist bei Web 2.0-Anwendungen anders.
Zumal dort der Lernende aktiv werden kann. Es ist die Frage, ob ich deshalb pauschal den didaktischen Stellenwert von solchen Anwendungen höher ansetze, weil sie den Lernenden aktiv werden lassen.

Solche Argumentationsrichtungen gibt es auch in anderen Bereichen: Selber machen ist besser als zusehen.
In Bezug auf das Lernen fördert es die tiefergehende Verarbeitung. Natürlich musse ich einen gewissen Teil rezipieren, aber es ist womöglich günstig, schon möglichst früh eigene Verarbeitungsprozesse zu starten.

Dies kann ich auch durch Aufgabenstellungen erreichen. Dabei können Medien eine Rolle spielen, jedoch eher in einem nachgeordneten Sinne.

Ein Medium oder eine Technologie erzeugt dann wodurch einen didaktischen Mehrwert? Ist die Didaktik die Zutat oder gibt es das Medium selbst her?
Es gibt beides. Wenn das Medium quasi autonomen Charakter hat, muss ich darin „alles“ abbilden, die Lernziele, die Aufgaben, das Feedback (-> z. B. intelligente tutorielle Systeme)? Ich habe dann eine „unmittelbare“ Mensch-Maschine-Interaktion.

Punktuelle, gezielte, sehr kontextspezifische Unterstützung des Lernprozesses. In dieser Hinsicht sollte ich einzelne entstandene Produkte untersuchen. Inwieweit wird der Lerner aktiviert? Was sind die Lernziele?

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