Fin de partie – Endspiel

Hm. Ich war vorbereitet, ich hatte es geahnt: Anstrengend, anstrengend, fast zwei Stunden lang. Gut, das Stück selbst, Wiederholung der ewig gleichen Sätzen, des Überdrusses, keine Hoffnung, nichts. Trotzdem gibt es auch im Nichts Nuancen und Überraschungen, Erwartungen.
Hamm will zum Beispiel, dass Clov ihm zuhört. Es ist ihm nicht egal.
Das Bühnenbild: eine riesiges Naturbild, Berge, Blumen, Kitsch, ein paar griechische Säulen. Eine riesige Hirschkuh steht auf der Bühne. Nagg und Nell sind verstümmelte Leiber.
Die Bühne war mir viel zu aufgeplustert und überladen, d.h. semantisch überladen, außerdem eine Zumutung da zwei Stunden drauf zu sehen. Und viel schlimmer: Clov schreit zu viel. Immer, wenn er die Leiter hoch steigt. Da muss man Nerven besitzen. Für jemanden, der gestresst und genervt von der Arbeit kommt, ist das nichts.
Und das schlimmste ist: Ich mag Beckett.

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