Web 2.0 und Universität

Im Schnelldurchlauf habe ich gestern die Untersuchung Higher Education in a Web 2.0 World gelesen. Es wird darin vor allem darauf Bezug genommen, dass das Gros der Studierenden Web 2.0 sehr stark privat nutzt, z. B. über soziale Netzwerke. Studierende, die an die Universität kommen (bezogen auf die UK), haben keine speziellen Erwartungen bezogen auf die Nutzung von IT an der Universität. Es ist vielmehr so, dass von Präsenzlehre mit begleitenden Online-Materialien ausgegangen wird und die schulische Vorerfahrung prägend ist. Es werden keine pädagogischen Innovationen gefordert, sondern sich gewissermaßen mit der Informationsvermittlung zufrieden gegeben. Konzepte für die Nutzung von Web 2.0-Technologien aus dem privaten Bereich hin zu einer eher formelleren Nutzung sind nicht greifbar.

Ein weiteres Thema ist der digitial divide, der auf verschiedenen Ebenen, sowohl unter Studierenden als auch unter Lehrenden besteht. Dieser ist natürlich einer Anwendung von Web 2.0-Technologien hinderlich.

Festgehalten wird, dass zur Zeit der Einsatz von Web 2.0 bottom up erfolgt, es keine allgemeine Implementierungslösung gibt.

Warum ist die Anwendung von Web 2.0 überhaupt wünschenswert? Das Hauptargument scheint mir zu sein, dass die für die Nutzung von Web 2-0 Anwendungen erforderlichen Kompetenzen (im Englischen skills) sich mit den Kompetenzen decken, die im 21. Jahrhundert als notwendig für die Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit gelten. Dazu gehören: Motivation, Temarbeit, Problemlösen, kritisches Denken.

Weitere Argumente sind, dass damit einer heterogenen Lernergruppe Rechnung getragen werden sowie eine reichhaltigere Lernerfahrung ermöglicht werden kann. Zu letzterem trägt bei, dass Web 2.0 Technologien zu einer konstruktivistischen Didaktik passen.

Soviel erst einmal zu dem, was ich an wichtigen Aussagen aus dem Report herausgezogen habe.

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