Vortrag Ontologie der Medien

Kurzfristig beschloss ich den Vortrag von F. Kittler „Ontologie der Medien“ aufzusuchen (www.kolloquium-medienwissenschaft.de). Es sei gesagt, dass sich mir diese Ontologie nicht so recht erschlossen hat. Kittlers Medienwissenschaft treibt Philosophie und Hermeneutik den Geist aus. Vielleicht besteht die Ontologie darin, dass die Medien ein eigenes Dasein haben. Das Feld des Medialen ist ein weites Feld, eines das heute gesellschaftlich betrachtet eine starke Verselbständigkeit erfährt.
Bei Kittler werden Bedeutung, Körper, alles Menschliche aus dem Medium entfernt, scheint es mir. Das mag vielleicht zu Beginn der medienwissenschaftlichen Analysen hilfreich gewesen sein, eine gewisse Abtrennung vorzunehmen.
Aus meiner Sicht gibt es Subjekte, die Medien nutzen. Um auf die Hardware einzugehen: Wenn ich meinen Computer nicht einschalte, nutzt mir die beste CPU nichts.
Da finde ich McLuhan mit seinen extensions ja schon sympathischer. Die Invektive Kittlers gegen die Extensions, wir hätten ja auch keine Räder im Körper, war für mich nicht überzeugend. Denn, wenn ich das Rad in mir hätte, bräuchte ich es nicht als Extension. Na ja, Derrida und Foucault mussten auch dran glauben.

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